Was lässt sich covern - und was nicht?
Ob ein Tattoo überarbeitet werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Farbintensität und Schwarzdichte des alten Tattoos
- Größe und Position
- Motivstruktur des bestehenden Tattoos
- Hautbeschaffenheit, insbesondere nach älteren Arbeiten
- gewünschter neuer Stil / Motiv
Ein Cover-Up funktioniert am besten, wenn das neue Motiv klare Formen, grafische Strukturen oder definierte Flächen besitzt. Besonders geeignet sind:
- Blackwork
- Geometric und Mandala
- florale Ornamente
- illustrative oder grafische Motive
Schwierig wird es bei extrem gesättigten schwarzen Flächen, die keine differenzierte Struktur mehr zulassen.
Unterschied zwischen Cover-Up und Tattoo-Erneuerung
Beide Begriffe werden oft vermischt, haben aber unterschiedliche Bedeutungen:
Cover-Up
Ein neues Motiv überlagert das alte vollständig oder weitgehend.
Ziel: das alte Tattoo unsichtbar oder gestalterisch irrelevant zu
machen.
Tattoo-Erneuerung
Das vorhandene Tattoo bleibt in seiner Grundform bestehen, wird aber:
- nachgestochen
- erweitert
- korrigiert
- harmonisch in ein neues Gesamtmotiv integriert
Eine Erneuerung ist sinnvoll, wenn das Motiv grundsätzlich noch funktioniert, aber an Schärfe, Kontrast oder Klarheit verloren hat.
Wie entsteht ein gelungenes Cover-Up?
Der Prozess erfordert mehr Planung als ein normales Tattoo, weil das neue Motiv:
- die dunklen Bereiche des alten Tattoos berücksichtigen muss
- an Körperform und bestehende Strukturen angepasst wird
- technisch so aufgebaut wird, dass das alte Tattoo nicht wieder durchscheint
Wichtige Schritte:
- Analyse des vorhandenen Tattoos
- Entwurfsphase auf Grundlage der vorhandenen Formen
- Einbau von Schatten, Flächen oder Mustern zur optischen Führung
- Testentwürfe mit Überlagerung zur Beurteilung der Deckkraft
Ich nutze dabei häufig grafische Strukturen, klare Linien oder Blackwork-Elemente, da sie besonders gut geeignet sind, alte Tattoos zu stabilisieren und neue Motive technisch sauber zu integrieren.
Welche Stile eignen sich besonders gut für Cover-Ups?
Einige Stilrichtungen funktionieren technisch deutlich zuverlässiger:
Blackwork
Starke Flächen und klare Linien schaffen eine zuverlässige Deckkraft.
Geometric / Mandala
Regelmäßige Muster bieten Planungssicherheit und klare Flächenaufteilung.
Dotwork
Kann alte Strukturen einbinden und Übergänge harmonisch gestalten.
Black & Grey
Eignet sich für Motive, die durch Schattierungen neu aufgebaut werden können.
Wo Cover-Ups besonders gut funktionieren
Cover-Ups brauchen Platz, damit das neue Motiv sich ausreichend
entfalten kann.
Gut geeignet sind:
- Oberarm
- Unterarm
- Oberschenkel
- Schulter
- Rücken
Kleine, stark begrenzte Stellen sind nur bedingt geeignet, da das neue Motiv schnell zu kompakt wirken würde.
Cover-Ups in München: Was Kundinnen und Kunden wissen sollten
Viele Kundinnen und Kunden in München möchten ältere Tattoos
modernisieren, korrigieren oder vollständig neu gestalten. Dabei
gilt:
Nicht jedes Wunschmotiv eignet sich als Cover-Up. Deshalb wird jedes
Projekt individuell analysiert und der Entwurf an die vorhandenen
Strukturen angepasst.